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MFA - als Assistenz im Herzkatheterlabor

Gefragt sind Verlässlichkeit und schnelles Reaktionsvermögen

Sandra Chimeka © Kai Neunert

Medizinische Fachangestellte (MFA) begegnen uns häufig in Arztpraxen, wo sie Patienten empfangen und bei Untersuchungen oder Behandlungen assistieren. Ein wachsendes Arbeitsumfeld für MFA gibt es jedoch auch in Krankenhäusern. Das Klinikum Fürstenfeldbruck beschäftigt MFA in unterschiedlichsten Aufgabenfeldern. Diese reichen von der Patientenaufnahme über Verwaltungsfunktionen bis hin zu Labortätigkeiten und wichtigen Assistenzaufgaben in den medizinischen Bereichen, wie beispielsweise dem Herzkatheterlabor. Hier ist Sandra Chimeka im Einsatz. Die 38-jährige Mutter von zwei Kindern im Alter von 15 und 18 Jahren erzählt, was sich bei ihr seit dem Wiedereinstieg in den Beruf getan hat. 

„In der Anfangszeit habe ich auf Teilzeitbasis Aufgaben wie die morgendliche Blutabnahme auf Station übernommen. Als ich danach wieder Vollzeit im Einsatz war, gehörten u. a. Labortätigkeiten zu meinen Aufgaben. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen bewarb ich mich dann erfolgreich im Fachbereich Kardiologie, wo ich nach umfassender Einarbeitung großen Gefallen an den vielseitigen Anforderungen gefunden habe. Als ich nach einigen Jahren von der Weiterbildungsmöglichkeit zur kardiologischen Fachassistenz erfuhr, war ich sofort motiviert, diese anspruchsvolle Qualifizierung selbst zu absolvieren. Dank der Unterstützung durch meine Pflegedienstleitung und Kollegen konnte ich diese zertifizierte Fachweiterbildung als eine der ersten MFA in Süddeutschland abschließen.

Meine Aufgaben im Herzkatheterlabor sind extrem abwechslungsreich. Hier ist jeden Tag Action! Im Team mit weiteren Kolleginnen assistiere ich dem Arzt beispielsweise bei Katheteruntersuchungen, Schrittmacherimplantationen oder Bronchioskopien. Unter anderem kümmere ich mich um die medizinischen Produkte und Medikamente und sorge dafür, dass die Instrumente stets nach höchsten hygienischen Standards bereitstehen. Neben geplanten Eingriffen gibt es immer wieder akute Notfälle. Dann ist schnelles Reaktionsvermögen, aber auch hohe Aufmerksamkeit gefragt. Damit sich der Arzt in solchen Situationen auf seine kardiologischen Maßnahmen konzentrieren kann, behalten wir den allgemeinen Zustand des Patienten im Blick. Mein Arbeitstag beginnt um 7.30 Uhr. Manchmal ist es anstrengend, besonders wenn die nächtliche Rufbereitschaft hinzukommt. Trotz dieser Anforderungen empfinde ich meinen Beruf als absolut erfüllend, zumal auch die Arbeitsatmosphäre am Klinikum sehr kollegial ist und ich mich von meinen Vorgesetzten rundum wertgeschätzt fühle. Kurzum: Ich bin einfach happy mit meinem Berufsleben!“