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OTA - mit Schwerpunkt in der Gefäßchirurgie

Hand in Hand im gut eingespielten OP-Team

Kristin Zippel, OTA (Fachbereichsleiterin für Gefäß- und Visceralchirurgie)

Kristin Zippel gelangte über Umwege zu ihrem Traumberuf. Nach der Erstausbildung zur Kosmetikerin war ihr schnell klar, dass sie in diesem Beruf keine Zufriedenheit finden würde. Sie suchte nach einer sinnhaften Tätigkeit, bei der sie wirklich wichtige Hilfe für andere Menschen leisten konnte. Ihr zweiter Anlauf führte die Augsburgerin im November 2008 in die dreijährige Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) am Klinikum Fürstenfeldbruck. Nach mittlerweile acht Jahren Berufserfahrung ist die heute 34-Jährige noch immer überzeugt: „Es war die richtige Entscheidung. Ich liebe meinen Job!“

„Nachdem ich im Jahr 2010 die OTA-Ausbildung am Klinikum Fürstenfeldbruck erfolgreich beendet hatte, kam bei mir der Wunsch auf, in einem großen Krankenhaus der Maximalversorgung Berufserfahrung zu sammeln. Ich wollte meine Qualifikation auf eine möglichst breite Basis stellen und auch bei hochspezialisierten OP-Verfahren assistieren. Dafür bot das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München mit seinem überregionalen Traumazentrum genau das richtige Umfeld.

Mit reichlich Praxiswissen und Kompetenzen im Gepäck zog es mich dann Anfang 2017 wieder an meine alte Ausbildungsstätte zurück. Nach meinem Einsatz in einer großen Einrichtung reizte es mich, wieder in einer überschaubareren Organisation tätig zu sein. Besonders die fabelhafte Teamarbeit, die ich in Fürstenfeldbruck erlebt hatte, war mir in guter Erinnerung geblieben. Zusätzlich motiviert für meine Bewerbung am Klinikum hat mich allerdings auch die Tatsache, dass damals eine OTA-Stelle als Fachbereichsleiterin für Gefäß- und Visceralchirurgie zu besetzen war. Genau in diesem Fachgebiet hatte ich mich in den vergangenen Jahren spezialisiert.

Teamarbeit spielt eine große Rolle bei meiner Tätigkeit. Rund um eine Operation kommt es auf hundertprozentige Verlässlichkeit und Leistungsbereitschaft eines jeden im OP-Team an – und zwar vom Operateur über den Anästhesisten bis zum Assistenten. Wer’s gerne bequem mag, ist bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe fehl am Platz. Es kommt bei unserem Job auch schon mal zu herausfordernden Situationen. Dann ist Schnelligkeit und Präzision bei jedem Handgriff gefragt. Mitunter wären vier Ohren und sechs Arme hilfreich, um alles zu bewältigen! Und selbst, wenn alles nach Plan verläuft: Als OTA hat man immer etwas zu tun. Leerlauf gibt es in unserem Beruf nicht.

Jungen Menschen, die eine schnelle Auffassungsgabe, eine gewisse Stressresistenz und Verantwortungsbereitschaft mitbringen, kann ich die Ausbildung nur empfehlen. Als OTA hat man nicht nur sichere Beschäftigungsperspektiven und vielseitige Weiterentwicklungsmöglichkeiten, es ist auch ein Beruf, der stolz macht!“