Klinikweites Diabetes-Engagement erneut durch die DDG ausgezeichnet

Rind elf Millionen Menschen sind betroffen – somit ist Diabetes die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Daher haben Ärzte und Pflegekräfte in Kliniken sehr oft mit Patientinnen und Patienten zu tun, bei denen zusätzlich zu ihrer akuten Erkrankung ein Diabetes vorliegt.

„Diese sollten darauf achten, dass sich das Personal in der Klinik auch mit Diabetes sehr gut auskennt“, sagt DDG-Präsidentin Frau Prof. Dr. Julia Szendrödi. Mit der für drei Jahre geltenden Zertifizierung „Klink mit Diabetes im Blick“ durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) stellen Kliniken unter Beweis, dass Menschen mit Diabetes bei ihnen in besten Händen sind: „Das Klinikum Fürstenfeldbruck stellt eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz sicher, von der die Patientinnen und Patienten auf allen Stationen profitieren“, ergänzt Szendrödi.

Voraussetzungen für die Zertifizierung

Um das Siegel erneut zu bekommen, musste das Klinikum Fürstenfeldbruck umfangreiche Kriterien erfüllen, unter anderem die Präsenz qualifizierter, diabetesversierter Ärzte, die für die Patienten auf allen Stationen die optimale Behandlung der Vorerkrankung Diabetes mellitus festlegen und ihre Kollegen fachübergreifend durch schriftliche Anleitungen, z.B. Notfallpläne bei Unter- oder Überzuckerungen, unterstützen.

Auf jeder Station sind zudem mindestens zwei Pflegekräfte speziell geschult und unterstützen das Ärzteteam und die Diabetesberaterin bei der optimalen Betreuung der Diabetespatienten. Bei Operationen und Narkosen wird die Diabetes-Erkrankung ebenfalls mitberücksichtigt.

„So können viele Komplikationen vermieden und die Patienten früher entlassen werden“, sagt Dr. med. Florian Edrich, Oberarzt in der Abteilung für Gastroenterologie & Onkologie am Klinikum Fürstenfeldbruck und Diabetologe DDG. „Wir freuen uns über die Rezertifizierung durch die DDG, die unser Engagement für eine fachlich optimale Behandlung bestätigt.“

Routinemäßiges Screening der Blutzuckerwerte

Von den zusätzlichen Maßnahmen profitieren auch Patienten, deren Diabetes noch gar nicht bekannt ist. Denn bei jeder Neuaufnahme werden routinemäßig die Blutzuckerwerte kontrolliert. So werden auch neue Diabetesfälle entdeckt – was für die Betroffenen sehr wertvoll ist, da durch eine frühe Diagnose und eine rechtzeitige Therapie spätere Folgeschäden verhindert werden können.

Im Bild (v.l.n.r.): Wundmanagerin Katja Teubner, PD Dr. Georg Peschel (Internist, Gastroenterologe und Klinischer Diabetologe), Diabetesberaterin (DDG) Corina Böhm  und Oberarzt Dr. Florian Edrich (Internist, Onkologe und Diabetologe DDG) die  stellen ihren Kompetenzen den Patienten und Mitarbeitenden aller Fachbereiche des Klinikums zur Verfügung.