Datum: 29.09.2020
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Antibiotikamanagement

  • Weltweit zunehmende resistente Erreger führen seit ca. 20 Jahren zu einem Wirkungsverlust der verfügbaren Antibiotika.

    Seit dem Jahre 2001 existiert im Klinikum Fürstenfeldbruck ein Antibiotikamanagement. Auf Grundlage allgemein anerkannter Therapieempfehlungen haben wir für unser Klinikum Leitlinien für die antibiotische Behandlung der gängigsten Infektionserkrankungen aufgestellt. Diese Standards werden regelmäßig auf Basis des aktuellen medizinischen Wissenstands und der landesweiten und innerklinischen Resistenzsituation aktualisiert.

    Ziel ist eine maximal effektive Therapie bei gleichzeitiger Verhinderung der Entstehung von Resistenzen.

  • Grundregeln der Antibiotikatherapie

    • Antibiotikatherapie nur bei bakteriellen Infekten (z.B. nicht bei viralen grippalen Infekten)
    • Erregernachweis anstreben
    • Antibiotikum nach wahrscheinlichem Infektionsort und/oder Erreger und Vorerkrankungen des Patienten auswählen
    • Kein Breitspektrum-Antibiotikum, wenn „schmaler“ wirksame Antibiotika effektiv sind
    • Nach Erhalt des Resistenzmusters wenn möglich Umstellung von einem Breitspektrum-Antibiotikum auf ein „schmal“ wirksames Antibiotikum
    • Optimale Therapiedauer – sowohl zu kurze als auch zu lange Verabreichungen führen zu Resistenzen
    • Bei schweren Infektionen sofortige, kalkulierte Antibiotikatherapie

    Brucker Antibiotika-Resistenz-Initiative