Die Behandlung

Die Linderung von Beschwerden steht bei den medizinischen Maßnahmen im Vordergrund. Hierbei kommt der Behandlung von Schmerzen besondere Bedeutung zu.

Andere häufig auftretende Symptome sind Atemnot, Übelkeit, Beschwerden bei der Verdauung, Schlaflosigkeit und Verwirrtheit. Häufig müssen auch Wunden behandelt werden. Probleme mit der Ernährung können ebenfalls gelöst werden.

Die zugewandte und lindernde Pflege hat einen zentralen Stellenwert. Die seelsorgerliche und psychologische Begleitung ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgung. Hier ist Raum für Ängste, Trauer und Sinnfragen. Auch die Lösung sozialer Probleme erfordert kompetente Hilfe.

Welche Patienten werden aufgenommen?

Aufnahmekriterium für Patientinnen und Patienten auf eine Palliativstation ist eine fortgeschrittene, nicht heilbare Erkrankung, bei der alle therapeutischen Bemühungen auf Heilung oder langfristige Besserung ausgeschöpft sind.

Eine Voraussetzung ist das Vorliegen schwerwiegender Symptome, die durch ambulante pflegerische Dienste und die Behandlungsmöglichkeiten niedergelassener Ärztinnen und Ärzte nicht beherrschbar sind und eine stationäre Versorgung erforderlich machen.

Davon betroffen sind insbesondere Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen. Aber auch Patientinnen und Patienten im Endstadium von Lungen-, Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen können optimal versorgt werden. Bedeutung kommt der Palliativmedizin auch bei Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems zu.

Die Patientin oder der Patient muss über das palliativmedizinische Konzept aufgeklärt und damit einverstanden sein.