Alarmstufe Rot

Wir unterstützen die Kampagne „Alarmstufe Rot“ der DKG

Am 8. September startete die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit einer Pressekonferenz ihre Kampagne „Alarmstufe Rot“. Diese will darauf aufmerksam machen, dass die Krankenhäuser in Gefahr sind, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern.

Bitte unterzeichnen Sie deshalb die Onlinepetition der DKG.

Die deutschen Krankenhäuser sind in Gefahr. Die Personalnot wird immer größer. Rund 60 % der Krankenhäuser machen bereits Verluste. Die Auswirkungen werden zunehmend auch für die Patient:innen spürbar. Einige Ursachen dafür sind:

  • Der große Beitrag in der Versorgung der Corona-Patient:innen sowie die anstehenden Herausforderungen der Herbst/Winter-Welle werden immer wieder betont, die Coronahilfen aber wurden gestrichen.
  • Stetig neue sinnlose und überflüssige Dokumentationsanforderungen von Politik und Krankenkassen treffen auf bereits überlastetes Personal, dem dadurch viel Zeit für die Versorgung ihrer Patient:innen fehlt.
  • Unabwendbare Kostensteigerungen (u. a. Inflation, Gasumlage, Tarifsteigerungen) der Krankenhäuser treffen auf staatlich regulierte Preise ohne Ausgleichsmechanismen.
  • Eine jährliche Investitionslücke von 3,5 Mrd. € erschwert den Aufbau und Erhalt moderner und effizienter Strukturen.
  • Kleinteilige Personalvorgaben mit hohen Sanktionen sind nicht vereinbar mit modernen und flexiblen Personalkonzepten in den Krankenhäusern.
  • Hohe Digitalisierungsansprüche der Patient:innen stehen im Widerspruch zu einer jahrelang verschlafenen Digitalisierungspolitik im Gesundheitswesen.

Die deutschen Krankenhäuser mit ihren über 1,2 Millionen Beschäftigten sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft und ihre Mitgliedsverbände fordern die Bundesregierung auf, entschlossen zu handeln und die Krankenhäuser wirksam zu unterstützen.

Die Bundesregierung muss jetzt handeln und dringend einen Inflationsausgleich für die Krankenhäuser auf den Weg bringen. Ansonsten zwingt sie die Krankenhäuser zu flächendeckendem Personalabbau. Gemeinsam mit den Krankenhäusern muss die angekündigte Reform der Krankenhausversorgung und des Finanzierungssystems auf den Weg gebracht werden. Ziele müssen dabei eine qualitativ hochwertige, effiziente und moderne Versorgung, spürbare Entbürokratisierung sowie klare Patient:innenorientierung sein.