Sterilgutaufbereitung

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In unserer Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA) werden alle chirurgischen Instrumente, die im Klinikum verwendet werden, gereinigt und sterilisiert bzw. desinfiziert. Die Aufbereitung erfolgt nach den Vorgaben des Medizinprodukte gesetzes, der Medizinbetreiberverordnung, des Robert-Koch-Instituts und der betreffenden DIN- und ISO-Normen. Die Klinikhygiene beteiligt sich in diesem sensiblen Bereich bei der Erstellung der Aufbereitungsstandards, der Validierung der Prozesse und bei den Qualitätskontrollen. Im Rahmen der Validierung wird der Beweis erbracht, dass der gesamte Aufbereitungsprozess die spezifischen Anforderungen in der Praxis erfüllt.

Unsere ZSVA ist mit modernen und leistungsstarken Sterilisatoren und Reinigungsmaschinen ausgestattet. Die Aufbereitung der Instrumente erfolgt streng nach standardisierten Prozessvorgaben. Die speziell qualifizierten Mitarbeiter der ZSVA gewährleisten mit ihrem Fachwissen die sichere Versorgung des Klinikums.

Ablauf

Die Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten geschieht in mehreren Phasen: Die Vorreinigung ist der erste entscheidende Schritt: Nach der Säuberung mit Ultraschall und gegebenenfalls per Hand werden sämtliche Verunreinigungen in modernen Reinigungs- und Desinfektionsgeräten entfernt. Erst dann kann die Sterilisation stattfinden.

Dabei werden alle potentiellen Krankheitserreger vollständig eliminiert. Dieses Ziel erreichen wir mit zwei verschiedenen Verfahren:

            • Dampfsterilisation: Unter hohem Druck wird Wasserdampf bis zu 134°C erhitzt.
            • Plasmasterilisation: Die Keimelimination wird hier durch dampfförmiges Wasserstoffperoxid erreicht. Angewendet wird dieses Verfahren für hitzeempfindliche Instrumente.

Umbau der Zentralsterilisation im Jahr 2021

Nach gut vier Monaten Bauzeit zwischen Januar und Juni konnten die Umbaumaßnahmen in der Zentralsterilisation des Klinikums erfolgreich abgeschlossen und zwei neue Sterilisatoren in Betrieb genommen werden.

In den sechs Operationssälen und zwei urologischen Eingriffsräumen des Klinikums werden jeden Tag zahlreiche Patient*innen operiert. Dabei nutzen die Behandlungsteams spezielles Operationsbesteck, das höchsten Hygieneansprüchen gerecht werden muss. Damit Pinzetten, Skalpelle, Endoskope und sonstige chirurgische Instrumente stets absolut keimfrei und sicher im Einsatz sind, werden sie in aufwendigen, streng standardisierten – und teils gesetzlich vorgeschriebenen – Verfahren gereinigt, desinfiziert und sterilisiert. Diese Prozesse übernimmt die Zentrale Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA).

„Das Herz der ZSVA bilden dabei zwei Dampfsterilisatoren“, erläutert Pflegedirektor Wilhelm Huber, „diese haben uns seit der Einrichtung der Abteilung im Jahr 1998 zuverlässige Dienste geleistet, nun mussten sie jedoch ausgetauscht werden. Bei laufendem Betrieb war das ein organisatorischer Kraftakt!“

Der Umbau begann Ende Januar, als der erste Sterilisator außer Betrieb genommen wurde. Jede Bauetappe war mit aufwendigen Umstrukturierungen der Prozesse und baulichen Zwischenlösungen verbunden. Zudem wurden nicht nur die Sterilisatoren ausgetauscht, sondern auch die gesamte Lüftungs-, Klima- und Elektrotechnik sowie die Fußböden erneuert.

Das erste Neugerät konnte Ende April nach einwöchigem Testlauf, der Abnahme durch den TÜV und der Validierung der Sterilisationsprozesse endgültig freigegeben werden und in Betrieb gehen. Der Austausch des zweiten „Steris“ war Anfang Juni abgeschlossen.

„Die Versorgung mit sterilen Geräten war ohne Unterbrechung gesichert, auch weil das ZSVA-Team in der Umbauphase dankenswerterweise über die üblichen Arbeitszeiten hinaus im Einsatz war. Zudem wurde bei der Vorbereitung der Umbaumaßnahmen auch das „Worstcase-Szenario“, nämlich der Ausfall beider Sterilisatoren, berücksichtigt und eine externe Sterilisation und der erforderliche Transport vertraglich abgesichert“, so Huber.

Investition in die Zukunft

Die Baumaßnahme, in die das Klinikum eine sechsstellige Summe investiert hat, war in den Augen von Vorstand Alfons Groitl eine wichtige Investition in die Zukunft: „Durch die bauliche und gerätetechnische Modernisierung der Zentralen Sterilgutversorgung unseres Klinikums stellen wir sicher, dass wir auch künftig zuverlässige Hygienestandards und damit umfassende Patientensicherheit gewährleisten können.“ Dazu kommt der ökologische Faktor: Durch die Modernisierungsmaßnahmen konnte auch die Energieeffizienz bei der Instrumentenaufbereitung spürbar verbessert werden, da der Dampfgenerator nun direkt über den Geräten verbaut ist und so keine Energie mehr beim Transport verloren geht.

Kontakt und Information

  • Krunoslav Pintar
    Fachpfleger für den Operationsdienst
    Leitung der Zentralsterilisation

  • 08141/99-4171

  • kuroslav.pintar@klinikum-ffb.de

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